
Ein Jahr nach der bitteren Finalniederlage gegen Waiblingen hat sich die A-Jugend der SGM Sulzbach/Oppenweiler den Traum vom Bezirkspokalsieg erfüllt. Im Endspiel gegen den frischgebackenen Meister der Leistungsstaffel, die SGM VfL Winterbach/SV Remshalden, setzte sich die Mannschaft nach einem packenden Pokalfight mit 4:2 im Elfmeterschießen durch.
Dabei versprach die Begegnung bereits im Vorfeld ein echtes 50:50-Duell. Auf der einen Seite Winterbach/Remshalden, die erst eine Woche zuvor souverän die Meisterschaft in der Leistungsstaffel feiern konnten, auf der anderen Seite die SGM Sulzbach/Oppenweiler aus der Regionenstaffel, die sich im Pokal erneut als echte Turniermannschaft präsentierte.
Eigentlich sollte das Finale bereits am Samstag stattfinden, musste aufgrund der extremen Hitze von rund 38 Grad jedoch verschoben werden. So trafen beide Mannschaften schließlich am Dienstagabend in Steinach aufeinander. Die Kulisse war hervorragend – alles war angerichtet für einen echten Pokalfight.
Von Beginn an war beiden Teams anzumerken, dass niemand den ersten Fehler machen wollte. Winterbach/Remshalden hatte in der ersten Halbzeit zwar mehr Ballbesitz und bestimmte weite Strecken das Spiel, wirklich zwingende Torchancen ließ die Defensive der SGM jedoch kaum zu. Immer wieder wurden gefährliche Situationen konsequent wegverteidigt. Offensiv fehlte der SGM in den ersten 45 Minuten noch die nötige Durchschlagskraft, sodass es folgerichtig mit einem torlosen 0:0 in die Pause ging.
Nach dem Seitenwechsel entwickelte sich ein intensives und umkämpftes Finale. Die SGM fand nun deutlich besser ins Spiel und erspielte sich immer wieder gute Offensivaktionen. Dennoch fehlte auch hier im letzten Drittel die Konsequenz und Präzision im Abschluss. Da beide Defensivreihen weiterhin sehr stabil standen, blieb es auch nach 90 Minuten beim 0:0 – die Verlängerung musste die Entscheidung bringen.
In der 96. Minute dann der erste große Moment des Abends. Nach einem langen Ball konnte Radomir Simeonov Stanchev nur durch ein Foul kurz vor dem Strafraum gestoppt werden. Den fälligen Freistoß aus rund 17 Metern brachte Torjäger Joel Hübner scharf auf das Torwarteck. Der Winterbacher Schlussmann konnte den Ball zunächst nur nach vorne abwehren. Radomir setzte sofort nach, scheiterte zunächst erneut am Keeper, doch beim zweiten Nachsetzen war der Ball schließlich im Netz – die viel umjubelte 1:0-Führung für die SGM.
Mit jeder Minute stieg nun die Spannung. Winterbach warf alles nach vorne, während die SGM mit großem Einsatz und Leidenschaft verteidigte. Als der Pokalsieg bereits greifbar schien, folgte in der 116. Minute der Rückschlag. Nach einem Ballverlust spielte Winterbach sofort tief, der Angreifer wurde im Strafraum zu Fall gebracht. Der Schiedsrichter entschied völlig zurecht auf Elfmeter. Daniel Mastierov ahnte zwar die Ecke und war sogar noch am Ball, konnte den Ausgleich jedoch nicht verhindern. So stand es kurz vor Schluss 1:1.
Nach 120 intensiven Minuten musste das Elfmeterschießen über den Bezirkspokal entscheiden.
Joel Hübner verwandelte den ersten Strafstoß souverän, Winterbach glich ebenfalls aus. Markus Dietz setzte den zweiten Versuch der SGM knapp links am Tor vorbei. Doch nun begann die große Show von Daniel Mastierov. Der Torhüter parierte den nächsten Elfmeter der Winterbacher. Johan Mayer stellte anschließend wieder auf 2:1 für die SGM, ehe Mastierov erneut glänzend hielt. Radomir Simeonov Stanchev verwandelte anschließend sicher zum 3:1. Als Daniel Mastierov schließlich auch den dritten Winterbacher Elfmeter parierte, war der Pokalsieg perfekt.
Grenzenloser Jubel bei Spielern, Trainern und den zahlreich mitgereisten Fans nach einem Finale, das an Spannung kaum zu überbieten war.
Dass die SGM am Ende den Pokal in den Himmel stemmen durfte, war kein Zufall. Bereits zum dritten Mal in dieser Pokalsaison musste die Mannschaft in die Verlängerung – und jedes Mal setzte sie sich anschließend durch. Diese Mentalität, der unbedingte Wille und der enorme Teamgeist machten die Mannschaft in diesem Wettbewerb zu einer echten Pokalmannschaft.
Für einige Spieler war es zugleich der perfekte Abschluss ihrer Jugendzeit. Mit dem Pokalsieg verabschieden sie sich aus der A-Jugend und wechseln nun in den Aktivenbereich – schöner hätte das letzte Jugendspiel kaum enden können.
Es spielten:
Daniel Mastierov, Mirkelam Nibras Benzetti, Manuel Gelies, Christoph Noz, Adrian Czupalla, Markus Dietz, Lesley Seifert (C), Joel Hübner, Radomir Simeonov Stanchev, Michel Klenk, Leander Weiß, Johann Mayer, Finn Ortloff, Jonathan Sammet, Ennio Schönfelder, Julian Roth, Abdullah Al Ibrahim
Trainerteam:Luca Krämer, Mike Reber, Jonas Wieland und Milan Verebes.
























