Die Spielplanmacher meinten es nicht gut mit der Zweiten der SG Oppenweiler-Strümpfelbach, musste man als Neuling in der Kreisliga A2 innerhalb der ersten paar Spieltage gleichmal gegen die Topteams der Liga ran. So auch am vergangenen Wochenende, als man mit dem VfR Murrhardt den Viertplatzierten im Rohrbachtal empfing. Der ehemalige Bezirksligist hatte die letzte Saison auf dem vierten Tabellenrang beendet und war lange Zeit Aufstiegsfavorit – unter der Woche konnte man in einem echten Krimi auch in die vierte Runde des Bezirkspokals einziehen. In der Liga war man mit vier Siegen in fünf Spielen gut in die Saison gestartet und konnte sich in der Spitzengruppe behaupten. Bei der SGOS wiederum stehen lediglich drei Punkte zu Buche – in diesem Duell war man also erneut der Außenseiter, der den Favoriten ärgern möchte.
Dabei ging das Spiel denkbar ungünstig los, als man sich bereits nach neun Minuten das erste Gegentor fing. In der Folge hielt man gegen einen gut aufgelegten Gegner dagegen und verkaufte sich teuer. Selber konnte sich die SGOS einige Chancen erspielen, allerdings fehlte wie schon in den vergangenen Wochen die entscheidende offensive Durchschlagskraft. Dies rächte sich in der Nachspielzeit der ersten Hälfte, als die Gäste erhöhen können – die SGOS geht somit mit einem Zwei-Tore-Rückstand in die Kabine.
Die zweite Halbzeit ergab ein ähnliches Bild. „Das Spiel war eigentlich ein Spiegelbild der gesamten Saison“ so Spielertrainer Marcel Polaschek. „Wir machen unsere Chancen vorne nicht rein und fangen uns auf der anderen Seite viel zu einfache Gegentore“. Murrhardt kann in der 67. Minute auf 0:3 stellen und erhöht zehn Minuten vor Schluss mit einem Doppelschlag sogar auf 0:5 aus Sicht der Gastgeber. Immerhin kann die SGOS kurz vor Schluss noch etwas Ergebniskosmetik betreiben, als Rafael Acojocaritei gleich zweimal vom Elfmeterpunkt erfolgreich ist.
Die SGOS verliert also gegen einen starken Gegner aus Murrhardt mit 2:5. Erneut war man vorne nicht konsequent genug und hinten zu anfällig, sodass man zum dritten Mal in Folge fünf Gegentore hinnehmen musste. Tatsächlich hat man, selbst wenn man Freundschaftsspiele inkludiert, in jedem Spiel mindestens drei Gegentreffer hinnehmen müssen – an der Defensive gilt es in den kommenden Wochen also zu arbeiten.
Nach fünf absolvierten Partien stehen also drei Punkte zu Buche, was der SGOS den zwölften Tabellenplatz beschert. In der kommenden Woche kommt es dann zum Duell mit den Nachbarn und Mitaufsteigern aus Spiegelberg, die mit ebenso drei Punkten auf dem 13. Platz und damit Relegationsplatz rangieren. Statt Außenseiterrolle bei einem Topteam steht also ein direktes Duell beim Tabellennachbarn angesagt. Anpfiff ist am Sonntag um 15 Uhr in Spiegelberg.






