Am ersten Advent ging es für die Dritte bei der SGM Leutenbach II/Weiler zum Stein II um wichtige Punkte. Nach dem Überraschungssieg gegen den bis dahin ungeschlagenen SV Steinbach II am vergangenen Wochenende wollte man den Schwung in die Auswärtspartie in Leutenbach mitnehmen, um bei einem weiteren Topteam eine Duftmarke setzen zu können. Mit einem Sieg könnte man bis auf zwei Punkte an das Team aus dem Winnender Ortsteil heranrücken, auch wenn diese ein Spiel weniger absolviert hatten. Gleichzeitig könnte man den Abstand nach hinten vergrößern.
Die SGM ihrerseits ordnete sich vor der Partie auf dem vierten Tabellenrang ein und hatte in 12 Partien bereits 26 Punkte sammeln können. Damit war man selber nur drei Punkte von den zweitplatzierten Kirchbergern entfernt, die jedoch bereits eine Partie mehr absolviert hatten. Die Leutenbacher kamen aus einer Serie von fünf Siegen in Folge und waren durch das spielfreie Wochenende letzte Woche entsprechend ausgeruht.
Bei der SGOS wollte man auf die gute Trainingswoche aufbauen und den Mut aus dem Sieg gegen Steinbach mitnehmen, um gegen ein weiteres Topteam bestehen zu können und damit für einen zufriedenstellenden Jahresausklang zu sorgen. Auf Seiten der Leutenbacher hatte man den nötigen Respekt vor den Gästen, wusste jedoch auch um die eigenen Qualitäten. Auf dem nagelneuen Kunstrasen in Leutenbach durfte man sich also auf eine spannende Partie freuen.
Die SGOS begann in einem klassischen 4-4-2 und kam gut in die Partie. Nach einem Foul an Timo Bogdanoff in der siebten Minute tritt Nihad Majeed zum Freistoß an und zirkelt den Ball aus rund 20 Metern wunderschön über die Mauer ins Tor – der gegnerische Keeper ist ohne Chance und die Gäste gehen relativ früh mit 1:0 in Führung. Doch nur kurze Zeit später ahndet der Schiedsrichter ein Handspiel am Sechzehnereck der SGOS und entscheidet auf Elfmeter. Der Spieler der SGM setzt den Schuss jedoch an die Latte, der Ball prallt von dort aus auf die Linie und anschließend wieder vor das Tor und auch der Nachschuss verfehlt den Kasten – Glück für die Gäste.
Im Anschluss gestaltet sich die Partie weitesgehend ausgeglichen und vieles spielt sich im Mittelfeld ab. Dabei hat Oppenweiler eine Riesenmöglichkeit, die Führung auszubauen: nach einer Flanke von Timo Bogdanoff segelt der Ball über den Keeper auf den langen Pfosten – Angreifer Ronan Bannenberg setzt den Kopfball jedoch aus wenigen Metern nur knapp über den Kasten. Nach einer halben Stunde hat die Heimmannschaft nach Standards einige gute Möglichkeiten auf den Ausgleich, kann diese jedoch nicht nutzen und scheitert gleich mehrmals an Torhüter Marc Rommel. In der 32. Minute ist es dann ausgerechnet ein Sonntagsschuss aus 25 Metern, der an Freund und Feind vorbei ins Tor segelt und den Ausgleich markiert.
Doch noch in der ersten Hälfte hat Oppenweiler eine weitere gute Chance zur erneuten Führung: einen Freistoß von halblinks bringt Kapitän Marcel Österle direkt aufs Tor, der gegnerische Keeper kann den Ball gerade noch so an die Latte und damit ins Toraus lenken. Es läuft bereits die Nachspielzeit der ersten Hälfte und beide Teams wähnen sich schon in der Kabine, als Leutenbach/Weiler zum Stein dann noch zuschlägt: nach einem Ballverlust in der Abwehr von Oppenweiler ist der Stürmer frei durch und kann auf seinen Kollegen querlegen. Die SGOS geht somit mit einem 1:2-Rückstand in die Pause.
In der zweiten Halbzeit zeichnet sich das selbe Bild wie bereits in der ersten Häfte: beide Mannschaften wollen und können Fußball spielen und suchen immer wieder spielerische Lösungen. Häufig jedoch fehlt die Genauigkeit im letzten Pass und beide Abwehrreihen sind an diesem Tag gut aufgelegt, sodass sie die gegnerischen Angriffsbemühungen auch konsequent unterbinden können. In der 65. Minute ist es dann soweit: nach einer starken Einzelaktion von Nihad Majeed kann sich dieser auf links bis zur Grundlinie durchsetzen. Sein Pass in den Rückraum findet den eingelaufenen Timo Bogdanoff, der zum 2:2-Ausgleich trifft.
In der Folge sind beide Mannschaften bemüht, den Siegtreffer zu erzielen. Doch es bleibt weiterhin dabei: die letzte Genauigkeit im Abschluss fehlt und die Defensivverbünde gehen konsequent dazwischen. In den Schlussminuten kommt die SGOS noch zu zwei weiteren nennenswerten Möglichkeiten: nach einer Flanke von Zeljko Jovanovic setzt der eingewechselte Servet Seker zum Seitfallzieher an, doch der Verteidiger kann dazwischengehen. Nach einem Eckball von Nihad Majeed auf den langen Pfosten kommt der aufgerückte Levente Piri zum Abschluss, die Direktabnahme geht jedoch über den Kasten. Doch auch die Heimmannschaft kommt nicht mehr in die entscheidenden Abschlusssituationen, sodass sich beide Teams mit dem 2:2 begnügen müssen.
Nach einer ausgeglichenen Partie trennen sich beide Mannschaften mit einem leistungsgerechten Remis und die SGOS kann zumindest einen Punkt aus dem Buchenbachtal entführen. Während man in der Defensive weitesgehend konsequent verteidigte, suchte man nach vorne spielerische Lösungen. Oft fehlte jedoch die letzte Genauigkeit im vordersten Drittel – daran gilt es weiterhin zu arbeiten.
Für die letzte Partie des Jahres geht es am zweiten Advent zum Großen Alexander Backnang. Mit drei Punkten will man das Jahr positiv abschließen. Anpfiff ist am Sonntag um 12:15 Uhr auf dem Eugen-Adolff-Sportplatz in Backnang.










