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Dritte weiterhin makellos

Herren

5. Oktober 2026

Nur schonmal vorneweg: am gestrigen Sonntag gab es bei der Dritten in vielerlei Hinsicht einiges zu bejubeln und die Mannschaft darf sich über gleich drei Kästen Kaltgetränke freuen. Doch erstmal der Reihe nach…


Wer sich an November vergangenes Jahr zurückerinnert, dem sollte es beim Gedanken an das letzte Auswärtsspiel der Dritten in Spiegelberg kalt den Rücken hinunterlaufen. An einem frostigen, winterlichen Sonntag verlor man mit einer unterirdischen Leistung beim SVS mit 0:2. Das Rückspiel im Mai konnte man hingegen deutlich mit 10:2 gewinnen. Nichtsdestotrotz war man sich bewusst, dass das Auswärtsspiel in Spiegelberg eine undankbare Aufgabe ist.


Die Spiegelberger waren mit drei Siegen und zwei Niederlagen gut in die Saison gestartet und mussten sich dabei nur den Topteams aus Sulzbach und Leutenbach/Weiler zum Stein geschlagen geben. Mit neun Punkten stand man nach fünf Spieltagen also nicht unverdient auf den dritten Tabellenplatz. Die SGOS wiederum konnte alle ihrer fünf Partien gewinnen und dabei auch die Spitzenspiele gegen Oberbrüden und Kleinaspach für sich entscheiden. In den letzten Partien hat man sich vor allem defensiv viel kompakter präsentiert als in den Wochen zuvor. Dementsprechend fuhr man mit einer breiten Brust in die Lautertalgemeinde.


Schon vor Spielbeginn gab es dabei Grund zur Freude: Torhüter Daniel Schwarz feierte man überstandener Verletzung sein Comeback im Kasten der SGOS, während Servet Seker nach längerer Abwesenheit wieder im offensiven Mittelfeld für den ein oder anderen magischen Moment sorgen durfte.


Die erste Chance gehört jedoch der Heimmannschaft: die Abwehr der SGOS pennt, sodass die Abseitsfalle aufgehoben wird. Der Spiegelberger Flügelspieler ist durch und umkurvt den Torhüter, setzt die Kugel allerdings neben das Tor. In der Folge nehmen jedoch die Gäste das Zepter in die Hand und werden offensiver: nach einem schönen Kombinationsspiel kommt Nick Nguyen aus 16 Metern zum Abschluss, der Torwart der Hausherren pariert jedoch bärenstark.


Vier Minuten später klingelt es dann zum ersten Mal: einen Eckball bringt Nihad Majeed scharf auf den kurzen Pfosten, wo Routinier Maximilian Vogt zum 1:0 einköpft. Die SGOS ist in dieser Phase die spielbestimmende Mannschaft und macht offensiv Druck, die Spiegelberger kommen kaum zur Entlastung. In der 42. Minute überlupft Nihad Majeed nach einem Diagonalball den herauseilenden Keeper per Scorpionkick – der Abschluss aus spitzem Winkel landet jedoch am Außennetz.


Kurz vor der Pause haben die Hausherren dann sehr viel Glück: nach einem klaren Tritt gegen Maximilian Vogt entscheidet der Schiedsrichter auf Foul und zückt die gelbe Karte – allerdings war derselbe Spieler schon mit Gelb verwarnt und müsste im Normalfall mit Gelb-Rot vom Platz. Nachdem Kapitän Timo Babic der Fairness halber – da es sich erst um das zweite Foul handelte - dem Schiedsrichter vorschlägt, seine Entscheidung zu überdenken, belässt es dieser bei einer Ermahnung. Ein sportlich höchst respektabler Moment seitens der SGOS, die zu diesem Zeitpunkt lediglich mit einem Tor in Führung lag. Dass derselbe Spieler aber in der zweiten Halbzeit gleich zwei weitere Fouls begeht und sogar einmal einen schnell ausgeführten Freistoß per Handspiel unterbindet, sei mal dahin gestellt…


Zu Beginn der zweiten Halbzeit ist erneut meistens Oppenweiler am Ball. Die erste Chance haben jedoch die Hausherren: der Flügelspieler der Spiegelberger kann sich durchtanken und bringt den Ball in die Mitte, der Stürmer schießt den Ball aus fünf Metern über das leere Tor – Glück für die SGOS.


Kurze Zeit später dann ein weiteres Highlight: Torwart Lazar Matic kommt als Stürmer aufs Feld, setzt in der ersten Aktion gleich mal zur Grätsche im Gegenpressing an und erobert den Ball zurück – mit dieser Einsatzbereitschaft reicht es bald sogar für die serbische Nationalmannschaft.


In der 67. Minute dann die Vorentscheidung: eine Flanke von Nihad Majeed segelt in den Strafraum – am langen Pfosten ist Levente Piri völlig frei, lupft den Ball per Kopf über den Torwart und erzielt damit nach über zwei Jahren sein Debüttor. Vielleicht hat hier das ein oder andere Maß Stuttgarter Hofbräu am Vortag die entscheidenden Prozentpunkte in der Abschlussqualität herausgekitzelt. Nihad Majeed wiederum beschert sich mit seinem zweiten Assist an diesem Tag ein verspätetes Geburtstagsgeschenk und kommt nach fünf Einsätzen bereits auf fünf Tore und neun Vorlagen – eine beachtliche Quote.


Nach einigen Wechseln wirbeln vorne nun Lazar Matic und Nihad Majeed sowie die eingewechselten Niklas Salzinger und Geburtstagskind Julian Trinnes. Immer wieder versucht es die SGOS mit Steckpässen in die Tiefe, kommt aber nicht in die entscheidenden Abschlusspositionen. Auf der Gegenseite kommt nun Spiegelberg besser in die Partie und kommt zu einigen gefährlichen Situationen – die SGOS kann hier von Glück reden, dass man sich kein Gegentor einfängt.


Kurz vor Schluss dann aber noch zwei Riesenchancen für Oppenweiler: Timo Babic jagt in der 89. Minute einen Vollspannschuss nur Millimeter über den Winkel – das wäre sicherlich etwas für die Rubrik „Tor des Monats“ geworden. Und auch die letzte Aktion des Spiels ist turbulent: nach einem Steckpass ist Niklas Salzinger durch und schweißt das Leder an die Latte – den Nachschuss setzt Geburtstagskind Julian Trinnes nur knapp neben das Tor, danach ist direkt Schluss.


Die SGOS gewinnt am Ende ein umkämpftes, nicht allzu einfach Spiel und kann somit gegenüber dem peinlichen Auftritt in der vergangenen Saison Wiedergutmachung betreiben. Allerdings muss man sich vorwerfen lassen, das Spiel nicht schon früher entschieden zu haben, wodurch man sich am Ende unnötig in die Bredouille hat bringen lassen. Nichtsdestotrotz blieb man das zweite Mal in Folge ohne Gegentor – besonders schön für Abwehrspieler Marc Schlichenmaier, der gegen seinen Ex-Verein also mit einer weißen Weste nach Hause fahren kann.


In der Summe fährt die Dritte also den sechsten Sieg im sechsten Spiel ein, ist damit weiter ohne Punktverlust und führt die Tabelle mit 18 Punkten klar an. Nach der Partie wurden die Geburtstagkinder entsprechend besungen und gefeiert und die Mannschaft kann stolz auf die letzten Wochen zurückblicken, in denen man gut gearbeitet hat.


Doch darauf kann man sich nicht lange ausruhen, denn nächsten Sonntag empfängt man mit dem FV Sulzbach II den aktuellen Tabellenzweiten zum Derby im Rohrbachtal. Die Nachbarn aus Sulzbach stehen mit 14 Punkten auf Platz zwei im Klassement und sind noch ungeschlagen. Das Derby, dessen Spiele immer hart umkämpft und eng sind, hat hier also auch noch eine zusätzliche sportliche Brisanz – beide Mannschaften wollen weiterhin ungeschlagen und an der Spitze bleiben. Anpfiff ist um 12:45 Uhr in Oppenweiler.



Jubelbild nach dem 2:0-Auswärtssieg gegen den SV Spiegelberg II.
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